Der Baron von Zanzenberg

Die Schundhefte

Mit den Schundheften belebt unartproduktion unter dem Label #edition zanzenberg eine alte Form der billigen & niederschwelligen Lektüre und setzt sie für neu entstehende literarische Texte ein.

Ehrenschutz: Baron von Zanzenberg*. Herausgeber: Ulrich Gabriel.

Die neuen „Groschenhefte“ werden von wechselnden AutorInnen verfasst und illustriert, u.a. von Kurt Bracharz, Joe Gmeiner, Christian Futscher, Ulrich Gabriel, Petra Nachbaur, Ralph Saml, Margit Heumann, Stefan Bösch, Günter Köllemann, Lucia Mennel. Jedes neue Heft liegt auch in den Ärzte-Wartezimmern der Aktion „Lesen statt Warten“ von unartproduktion auf.

Das ABONNEMENT(15 Euro / 5 Hefte / portofreie Zusendung) gilt für 1 Jahr und wird nur nach erneuter Einzahlung des Abopreises, also nicht automatisch, verlängert.

Das EINZELHEFT kostet 5,00 Euro im Buchhandel, im Webshop oder bei Mailbestellung office@unartproduktion.at (zzgl. Versandkosten).

Auflage mindestens 300 pro Ausgabe. Vertrieb: Morawa, Runge, Shop unartproduktion.
*Unabhängig, garantiert subventionsfrei.

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Bürgermitsprache

Veröffentlicht am 18.02.2018 07:00 von Ulrich Gabriel

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Ein Offener Brief trifft ein – aus Röthis. Im Oberland soll an Stelle des ziegelgedeckten alten Gasthauses Torggel ein vierschrötiger Wohnblock errichtet werden. Mehr Ödnis für Röthis? Fällt das Torggel wie die Rose in Dornbirn?

Wer das von der Dornbirner Stadtvertretung geschaffene Rosenloch im Hatlerdorf kennt, erinnert sich, dass es auch hier um den Erhalt eines alten Gasthauses gegangen ist. Vor drei Jahren hat sich der konzernierte EKZ-Errichter RAPS das Traditonsgasthaus Rose mit kaufmännischer Segnung im Landbankingverfahren unter den Nagel gerissen. Kaufmann: „Ich bin ein Fan von Bürgermitsprache!“ Die Bürgermitsprache haben dann Großmeister Aberer & Gehilfen gehorsam ausgehöhlt. Ergebnis: Um das verbliebene Loch wuchert ein verlotterter Parkplatz. Davor gähnt die so geplante Schlafvorstadt Hatlerdorf. RAPS schweigt. Stadtplanerischer Verfall lässt sich hier studieren. Und der Volk? Die schwarzblauen Hatler sitzen mundtot im sparstädtischen Boot. Den Jungen ist es egal. Wer was will, holt sichs woanders. Die drei EKZ im Stadtteil bieten ja Persönliches. Haben sie schon eine Billakarte? Billa gratuliert dir zum Geburtstag, RAPS erstickert deine Kinder, Hoferreisen zeigen dir die globale touristische Verrottung. Bald schon werde ein wunderbares Hatler RAPS-Zentrum aus einem, bislang geheimen, Architekturwettbewerb hervorgehen, melden die naiv (alb)träumenden SparstadträtInnen. Die Rosenleiche an der Arlbergstraße modert indessen bereits im zweiten Jahr der kulturhauptstädtischen Eventbeglückung entgegen.

Unter den sehrgeschwächten Augen gehörgeschädigter Plotikeri wächst heute ein Vorstadtvolk ohne besondere Merkmale heran. Virtuelles Leben blüht in der Konsumheimat. Bingo. Kommunale Verlotterung, Abschottung, Dekulturalisierung, Cashen, Konsumismus. Bingo. Das geschieht, wenn Diversität städtisch weggeplant wird. Wiederholt sich das zum x-ten Mal in Röthis?

Das Gasthaus Torggel ist für die Bekanntheit und die Charakteristik von Röthis ausschlaggebend. Der Abbruch bedeutet einen erheblichen Verlust in viele Richtungen. Statt dem Torggel werden zwei Betonwürfel mit Flachdach hingeklotzt. 14 Quadratlöcher glotzen dann auf den künstlichen 0815-Vorplatz an Stelle des früheren heimischen Grünrings vor dem Gasthaus. Auch Bebauung kann seelische Zerstörung anrichten. Ein Wohnungs-Vierschröter, geschaffen für zahlungskräftige Anleger, die an der Wohnungsnot verdienen. „Mir zerstörond das Ault und betonieren das Nü und bliebond dom Geald und dom Omsatz trü“ (aus „Vorallemberg“ – frei nach Wölfle). Das Torggel torkelt.

 

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